Growth Investing
Investieren in die Giganten von morgen
Kurz erklärt Die Growth-Strategie (Wachstumsstrategie) fokussiert sich auf Unternehmen, die ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft haben. Statt auf hohe Dividenden setzen Anleger hier auf überdurchschnittliches Gewinnwachstum und massive Kurssteigerungen. Der Fokus liegt auf Innovation und Skalierung.


Was steckt hinter der Growth-Strategie?
Hinter Growth Investing steht die Überzeugung, dass Unternehmen, die den Markt mit neuen Technologien oder Geschäftsmodellen revolutionieren, langfristig die höchste Rendite erzielen.
Die Grundidee ist simpel: Du investierst in Firmen, die den Großteil ihrer Gewinne sofort wieder in Forschung, Entwicklung und Expansion stecken. In der Praxis erfordert Growth Investing starke Nerven, da diese Werte bei Marktschwankungen oft deutlicher reagieren – dafür aber in Bullenmärkten die Spitze anführen.
Wie Growth Investing in der Praxis funktioniert
Der Ablauf ist auf maximales Kapitalwachstum ausgerichtet:
Auswahl: Man sucht nach Firmen mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn (z. B. Tech-Werte, Biotech oder E-Commerce).
Zukunftsmärkte: Die Strategie konzentriert sich auf Sektoren, die vor einem massiven Umbruch stehen (z. B. Künstliche Intelligenz oder Erneuerbare Energien).
Verzicht auf Cashflow: Da diese Unternehmen kaum Dividenden zahlen, entsteht der Gewinn primär durch den steigenden Aktienkurs.
Skalierbarkeit: Es werden Geschäftsmodelle bevorzugt, die mit geringem Mitteleinsatz extrem schnell wachsen können.
Welches Ziel verfolgt diese Strategie?
Growth Investing ist die Strategie für den „Turbo“ im Depot. Ziel ist vielmehr:
Maximale Kursrendite (Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt)
Partizipation an Megatrends (KI, Digitalisierung, Grüne Energie)
Langfristiger Vermögensaufbau durch exponentielles Wachstum
Zukunftsorientierung im Portfolio
Kurz gesagt: Heute in die Marktführer der Zukunft investieren.
Vorteile und Nachteile im Überblick
Vorteile
Chance auf extrem hohe Renditen
man ist bei den spannendsten Innovationen dabei
ideal für junge Anleger mit langem Zeithorizont
kein Aufwand mit der Versteuerung von Dividenden in der Ansparphase
Nachteile
höhere Volatilität (stärkere Kursschwankungen)
oft höhere Bewertung der Aktien (KGV)
kaum laufende Erträge (Cashflow)
Risiko von Spekulationsblasen
Klingt riskant – ist aber der Motor für ein dynamisches Depotwachstum.
Für wen eignet sich Growth Investing?
Diese Strategie passt besonders gut zu Anlegern, die:
einen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren haben
kein Problem damit haben, wenn das Depot mal 20 % im Minus steht
von technologischem Fortschritt überzeugt sind
aktiv eine höhere Rendite als der Marktdurchschnitt anstreben
Risiken und typische Fehler
Wachstum ist kein Selbstläufer. Häufige Fehler sind:
FOMO (Fear Of Missing Out): Man kauft erst dann, wenn die Kurse bereits am höchsten Punkt sind.
Mangelnde Streuung: Man setzt nur auf eine einzige Trend-Branche (z. B. nur KI).
Zinsänderungsrisiko: Wachstumsaktien reagieren meist empfindlich auf steigende Leitzinsen.
Ein einfaches Beispiel
Ein Anleger investiert monatlich in einen Nasdaq-100 ETF.
Obwohl es Jahre gibt, in denen der Index stagniert oder fällt, haben Tech-Giganten wie Microsoft, Apple oder Amazon in den letzten Jahrzehnten den breiten Markt weit hinter sich gelassen. Wer geduldig bleibt, profitiert von der enormen Skalierbarkeit dieser Geschäftsmodelle.
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